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Ernährung

Sind Bio-Produkte automatisch gesünder? Wir klären auf.

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Verbraucher vertrauen auf Bio – nahezu 94% der deutschen Haushalte kaufen regelmäßig Bio-Produkte ein. Mit Bio-Kost geht schließlich auch Qualität, Gesundheit und gutes Gewissen einher, oder?! Ist es tatsächlich so, dass Bio-Ware gesünder ist als konventionelle Produkte?

Was bedeutet „bio“?

Strikte Richtlinien regeln die biologische Landwirtschaft – unabhängige Anbauverbände (z.B. Bioland oder Demeter) und staatliche Siegel (z.B. EU-Bio-Siegel) legen dabei ihre Kriterien fest. Darunter gehören Anforderungen wie geringere Pestizid- und Antibiotikabelastung und keine genetisch modifizierten Nahrungsmittel.

Ein gutes Beispiel hierfür ist die Nutztierhaltung auf Bio-Höfen: sie erhalten kein künstlich angereichertes oder genetisch verändertes Futter und werden seltener mit Antibiotika behandelt. Im Vergleich zu ihren konventionell gehaltenen Artgenossen haben sie mehr Platz und dürfen im Sommer auf die Weide. All diese Punkte haben eine positive Auswirkung auf die Umwelt und Qualität des Produktes.

Sind Bio-Produkte daher automatisch gesünder?

Neueste Studienerkenntnisse zeigen, dass sich biologische und konventionelle Erzeugnisse zwar in Details unterscheiden, diese für die Gesundheit jedoch nicht von Bedeutung sind.

Prof. Dr. Watzl untersuchte mit seiner Arbeitsgruppe am Max-Rubner-Institut in Karlsruhe in humanen Interventionsstudien, ob Nahrungsmittel aus biologischer im Vergleich zu konventioneller Anbauweise einen positiven, gesundheitlichen Effekt auf unseren Körper haben. Fazit hierbei: Nahrungsmittel aus der Öko-Landwirtschaft haben einen vergleichbaren ernährungsphysiologischen Wert zu konventionellen Lebensmittel.1,2,3

Auch die Wissenschaftler der Stanford University in Kalifornien kamen zu dem Ergebnis, dass biologische Erzeugnisse vergleichsweise keinen Unterschied in der Nährstoffzusammensetzung aufweisen. Im Durschnitt enthalten Bio-Erzeugnisse genauso viel Vitamin A, C und E sowie Magnesium, Eisen und Ballaststoffe wie die Konventionellen.4 Unterschiede wurden bisher ausschließlich in Milch und Fleisch gefunden – der Anteil an Omega-3-Fettsäuren ist höher im Vergleich zu gängigen Erzeugnissen.5 Dies könnte die Folge der Nutztierhaltung und Fütterung sein.

Bio-Lebensmittel enthalten zudem weniger oder gar keine Pestizidrückstände. Doch auch hier entsteht kein negativer Effekt auf die Gesundheit auf Seiten der konventionellen Lebensmittel. Die Grenzwerte der Pestizide bei konventionellem Anbau sind in der EU durch strikte toxikologische Tests festgelegt, sodass sogar bei einer vielfach erhöhten Aufnahme kein Risiko für Gesundheitsschäden besteht.

Fazit

Obwohl Bio-Erzeugnisse gemäß Studien keine physiologischen Vorteile haben, spricht dennoch einiges für die ökologische Landwirtschaft. Denn wie der Begriff bereits sagt, bringt der Landbau ökologische Vorteile mit sich, nämlich: Gewässer-, Arten- sowie Klimaschutz. Zudem sind Bio-Produkte seltener mit Pestiziden belastet und Bio-Fleisch weist weniger antibiotikaresistente Bakterien auf.

Quellen:

1Stracke BA, Rüfer CE, Bub A, Briviba K, Seifert S, Kunz C, Watzl B: Bioavailability and nutritional effects of carotenoids from organically and conventionally produced carrots in healthy men. British Journal of Nutrition, 101(11):1664-1672, 2008.

2Briviba K, Stracke, B, Rüfer C, Watzl B, Weibel FP, Bub A: Effect of Consumption of Organically and Conventionally Produced Apples on Antioxidant Activity and DNA Damage in Humans. J. Agric. Food Chem., 55(19): 7716-7721, 2007.

3Stracke BA, Rüfer CE, Bub A, Briviba K, Seifert S, Weibel FP, Kunz C, Watzl B: No effect oft he farming system (organic/convetional) on the bioavailability of apple (Malus domestica Bork., cultivar Holden Delicious) polyphenols in healthy men: a comparative study. Eur J Nutr, 49:301-310, 2009.

4Smith-Spangler C, Brandeau ML, Hunter GE, Bavinger C, Pearson M, Eschbach PJ, Sundaram V, Liu H, Schirmer P, Stave C, Olkin I, Bravata DM: Are organic Foods Saver or Healthier Than Convetional Alternatives?: A Systematic Review. Ann Intern Med, 157(5):348-366, 2012.

5 Średnicka-Tober D, Barański M, Seal CJ et al.: Higher PUFA and n-3 PUFA, conjugated linoleic acid, alpha-tocopherol and iron, but lower iodine and selenium concentrations in organic milk: a systematic literature review and meta- and redundancy analyses. British Journal of Nutrition, 115(6):1043-60, 2016.


Dominika

Dominika ist unsere Ernährungswissenschaftlerin, die nicht nur mit viel Sorgfalt die UpGreatLife Produkte zusammenstellt, sondern uns außerdem hier auf dem Blog mit Hintergrundwissen zum Thema Ernährung versorgt. Dabei sind ihr fundierte und validierte Aussagen besondern wichtig und es gibt keinen Artikel, der nicht mindestens auf eine Studie verweist.


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